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IG-Nord-Tour

Betriebsbesichtigung bei der Barbarossa Bäckerei und PFAFF
Barbarossa Bäckerei

Am Dienstag, 20. März 2012, besuchten die Wirtschaftsjunioren im Industriegebiet Kaiserslautern Nord die Barbarossa Bäckerei GmbH & Co. KG. 1977 übernahm Peter-Werner Landry aus einer Konkursmasse einen kleinen Bäckereibetrieb in Kaiserslautern. Damit begann eine Erfolgsstory, die bis heute kontinuierlich fortgeschrieben wird. 

Die stetige Expansion machte 2004 eine Standortveränderung notwendig. In diesem Jahr zog die Barbarossa Bäckerei in das Industriegebiet Kaiserslautern-Nord. Produktion und Verwaltung sind nun in einem hochmodernen Gebäudekomplex vereint. Begrüßt wurden die Gäste von Herrn Kurt Landry, der die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer gemeinsam mit Produktionsleiter Hartmut Adelfang durch den Betrieb führte und spannende Einblicke in die Produktion ermöglichte, die an diesem Tag extra auf diese Führung zugeschnitten wurde. 

Ausgesuchte Rohstoffe, hauseigene Rezepturen verbunden mit handwerklichem Know-how und dem Einsatz moderner Technik, darauf basiert die erfolgreiche Backformel der Barbarossa Bäckerei. Mit welchem Erfolg – davon konnten sich die Wirtschaftsjunioren im Anschluss bei einem gemütlichen Imbiss selbst überzeugen. Einfach lecker!

Bereits am 1. März besuchten die Wirtschaftsjunioren auf Einladung der WJ Saar die PFAFF Industriesysteme und Maschinen AG. Eine willkommene Gelegenheit für alle Lauterer Mitglieder, die 2011 an der Betriebsführung bei PFAFF nicht teilnehmen konnten.

Das Unternehmen wurde im April 2009 im Industriegebiet Nord in Kaiserslautern von Herrn Richter als Alleinaktionär neu gegründet, wodurch die Nähmaschinen-Traditionsmarke seit nunmehr 150 Jahren fortgeführt wird. Von anfänglich 160 Mitarbeitern ist das Unternehmen derzeit bereits auf ca. 260 Mitarbeiter expandiert.
Der Rundgang durch das Unternehmen, geleitet von Silke Hörauf, Prokuristin der PFAFF AG und stellvertr. Kreissprecherin der Wirtschaftsjunioren aus Kaiserslautern, führte eingangs durch die Fertigungshallen.
Hier konnte man z.B. sehen, wie einige der Kleinteile für die Nähautomaten mit Mazak-Maschinentechnik (Dreh- wie Mehrachsen Fräsmaschinen) selbst hergestellt werden. Auch die Lackierung der Maschinen wird eigens durchgeführt.
 
Der Fabrikationsbetrieb erfolgt in zwei Schichten und ermöglicht so im Monat eine Produktion von 200-250 Nähmaschinen, deren Absatzmarkt neben Deutschland auch Brasilien, USA und den Rest der Welt einschließt. Die Herstellung eines Nähautomaten dauert inklusive der Teileproduktion etwa 20 h, wobei die reine Montagezeit etwa 6 h beträgt.
Mit sieben verschiedenen Baureihen kann z.B. zwischen Schweiß-, Kettenstich-, Zickzack oder Knopfannäherautomaten ausgewählt werden. Die Entwicklung der Nähmaschinen ist firmenansässig, so dass auch individuelle Kundenwünsche entgegengenommen werden können. Frau Hörauf erklärte hierbei, dass das Unternehmen auf dem Weltmarkt nur durch hohe Qualität, Präzision sowie den Sondernähmaschinenbau bestehen könne.
Nach Besichtigung der Fertigungshallen ging es in den Showroom, wo die verschiedenen Nähautomaten in Aktion erlebt werden konnten. So wurde beispielsweise ein hochmoderner Knopfannäher vorgeführt, welcher es ermöglicht, pro Minute 400 Knöpfe anzunähen – welch eine Leistung!
 
Markus Anspach / Sabine Cappel